Oftmals wird heute gefragt, woher eigentlich der richtige biblische Text kommt und wie wir das wissen können? Was ist der antiochische Text? Die Bibel gibt uns einige Hinweise auf diese Frage.

Von der Bibel und Manuskripten Beweis her gesprochen, gibt es ein paar wichtige Städte, die jeder Bibelstudent wissen sollte.

Jerusalem war das Zentrum des Judentums und später von den ersten Christen zwischen Apostelgeschichte 1-10.

Die vier wichtigen Städte in der Entwicklung der Bibel

Rom ist das Zentrum der römisch Katholischen Kirche und wird in der Bibel als die Hure Babylons angesehen. Der Bischof von Rom wurde als der Papst ausgerufen und war fort hin der politisch und religiöse Führer von dieser unheiligen Kirche, welche ihre Anfänge von Konstantin und Eusebius haben durch das Konzil von Nicäa in 325 n. Chr.

Alexandrien – Zentrum der verfälschten Texte und Katholischen Einfluss

Alexandrien war eine theologische Schule in Ägypten, die vor allem geprägt wurde von Origenes. Er war es, der den sogenannten Hexapla gemacht hat und dadurch die Korrumpierung von Gottes Wort stark beeinflusste. Die Texte von Alexandrinus, Vatikanus, Sinaiticus und Code Ephraemi wurden stark durch seine Textkritik beeinflusst.

Antiochien – Zentrum der Christenheit

Antiochien war ein syrische Stadt die im Byzantinischen oder Oströmischen Reich war. Antiochien war das Zentrum der Christenheit, wovon Missionsreisen anfingen und wo Paulus seine „Heimatgemeinde“ hatte. In Antiochien wurden Menschen zuerst Christen genannt:

Es waren aber etliche unter ihnen, Männer von Zypern und Kyrene, die kamen gen Antiochien und redeten auch zu den Griechen und predigten das Evangelium vom HERRN Jesu. – Apostelgeschichte 11,20

Und die Hand des HERRN war mit ihnen, und eine große Zahl ward gläubig und bekehrete sich zu dem HERRN. – Apostelgeschichte 11,21

Gerade hier sehen wir ganz schön, dass Antiochien das Zentrum der ersten Christenheit wurde.

Und da er ihn fand, führete er ihn gen Antiochien. Und sie blieben bei der Gemeinde ein ganzes Jahr und lehreten viel Volks; daher die Jünger am ersten zu Antiochien Christen genannt wurden. – Apostelgeschichte 11,26

Antiochien gehörte zu dem byzantinischen Reich. Dieses Reich viel erst in ca. 1453 als der letzte byzantinische Kaiser seinen Tod fand. Es war just um diese Zeit, als gerade Erasmus viele Abschriften von den originalen Handschriften der Apostel in seine Hände kamen bzw. zu denen er Zutritt hatte.

Die Provinzen (Themen) des Byzantinischen Reichs
Das byzantinische / oströmische Reich

Wie man sehen kann, ist das oströmische Reich oder auch das byzantinische Reich sehr gross. Es war dort, wo die wahren Christen noch ein wenig mehr sich verstecken konnten, vor der bösen römisch katholischen Kirche.

Die Tatsache, dass das weströmische Reich von verschiedenen Völker immer wieder angegriffen wurde und schliesslich in ca. 476 fiel, hatte zur Folge, dass die römisch Katholische Kirche ihren Einfluss auf Königshäuser in ganz Europa ausdehnte. Das führte dazu, dass in Europa keine Glaubensgemeinschaft akzeptiert wurde, ausser den römisch Katholiken.

Die Bibel Ausdehnung im byzantinischen Reich

Im Byzantinischen Reich war das nicht so extrem. Darüberhinaus gab es eine Schule in Antiochien, die eine Mentalität hatte, dass Gottes Wort perfekt ist und sie buchstäblich genommen werden sollte und nicht verbessert werden kann. Dem gegenüber haben wir die alexandrinische Mentalität die sagte, dass Gottes nicht vollkommen ist und daher verbessert werden sollte. Diese Schule war spekulativ, philosophisch und allegorisierend unterwegs, was dazu führte, dass man einfach das was man nicht glaubte, veränderte!

Es ist logisch, dass die Gemeinde, die zu einem absoluten Zentrum der Christenheit wurde, von Gott erwählt wurde, um sein Wort zu bewahren. Es ging aber von Antiochien bis ins ganze byzantinische Reich. Antiochien war eine sehr wohlhabende Stadt, die sich immer wieder auflehnte, gegen die päpstliche Macht, wofür die Aristokraten oftmals mit Schande bestraft wurde und ihr Vermögen eingefroren wurde, bis sie dem Druck nachgaben.

Diese byzantinische Texte sind die häufigsten Manuskripte und Fragmente die bis heute gefunden wurden. Es gibt ca. 5000 Manuskripte und Fragmente die byzantinisch sind. Das sind Fragmente oder auch Lektionare.

Heute werden diese antiochischen oder byzantinischen Lesarten einfach auf die Seite geschoben, weil man Unzialen oder auch den alexandrinischen Texten von Vatikanus und Alexandrinus mehr glauben schenken möchte, da sie ja älter sind.

Übersetzungen von griechisch

Viele vergessen jedoch, dass bereits in 154 n. Chr. Die Bibel in das lateinische übersetzt wurde und diese alte lateinische Vulgata (Itala) wurde von den wahren Bibelgläubigen benützt. Sei es jetzt die Waldenser, die Albigenser oder die Paulizianer. Es waren die Waldenser die diese Vulgata in die damalige Sprache übersetzt haben und die einen grossen Einfluss hatte durch die Waldenser auf die Olivetan Bibel in Französisch, die Diodati Bibel in Italienisch und die Geneva Bibel in Englisch (ein Vorläufer der KJV 1611).

Nicht nur wurde die Bibel ins lateinische übersetzt, da das die Sprache war im Westen und die wahrscheinlich zwischen Italien bis hoch nach Schottland verwendet wurde, sondern sie wurde auch in das syrische (Land von Antiochien) übersetzt. Die alte Peshitta wurde in 157 n. Chr. Von dem wahren Text übersetzt und dadurch sind diese Übersetzungen älter als Vatikanus und Alexandrinus und Sinaiticus (4. Jahrhundert n. Chr.)

Dem wahren Student der Bibel sollte auffallen, dass Gott sein Wort immer bewahrt hat und das niemals durch Ägypten. Es waren die wahren Christen die Gottes Wort immer wieder kopierten und es war Erasmus der viele dieser Texte gefunden hat, damit wir heute die wahre Bibel bekommen können.

Bibeln die auf dem antiochischen/byzantinischen Text gegründet sind:

  • Alte Lateinische Vulgata aus 154
  • Alte Peshitta (syrisch) aus 157
  • Koptische Übersetzung aus dem 3. Jahrhundert
    • Bohairische Übersetzung
  • Armenische Übersetzung aus dem 4. Jahrhundert
  • Gotische Übersetzung aus 350
  • Slawische Übersetzung
  • Ethiopische Übersetzung aus dem 7. Jahrhundert
  • Olivetan (französisch) aus 1535
  • Luther Bibel (deutsch) aus 1545
  • Flämische Übersetzung aus 1548
  • Dänische Übersetzung aus 1550
  • Reina Valera (spanisch) aus 1569
  • Slowenische Übersetzung (Altrussisch) aus 1581
  • Diodatie (italienisch) aus 1607
  • Der Monarch unter allen Bibeln und absolute Standart: King James Version of 1611.

Dem wahren Bibelstudent wird aufgefallen sein, dass durch den Einfluss der Waldenser und später die Renaissance und Reformation die Bibeln in viele Sprachen übersetzt wurde. Diese Bibeln wurden nicht von katholischen beeinflussten Manuskripten übersetzt, sondern von dem byzantinischen Text.

Deshalb können wir heute noch sprechen von einer antiochischen Bibel. Die King James Bibel Übersetzer waren sehr fähige Menschen und waren von Gott ausgerüstet, die Bibel vollkommen der Welt zu geben. Sie haben den Textus Receptus oder auch „überlieferter Text“ oder Universale Text benützt. Sie hatten die ganzen Übersetzungen zur Hand und nutzten die alte lateinische Vulgata von den Waldenser erhalten und lehnten die katholischen korrumpierten Texte von Eusebius, Origenes und Hieronymus (falsche Lateinische Vulgata) ab.

Der Leser sollte zu der Überzeugung kommen, dass eine Übersetzung auf katholische Texte natürlich immer zum falschen Ziel führt und man dabei seinen Glauben verliert.

Natürlich gibt es noch einen weiteren Post, der sehr schön zeigt, was eigentlich der richtige Strom ist: hier.